Warum wir für die neue Sporthalle in Schale gestimmt haben

Die Entscheidung für den Neubau einer Sporthalle in Schale wird derzeit intensiv diskutiert. Das können wir gut nachvollziehen. Rund zwei Millionen Euro sind für unsere Gemeinde eine erhebliche Investition – und auch wir als UWG haben uns diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht.
Denn bei dieser Frage gab es aus unserer Sicht kein einfaches Richtig oder Falsch, sondern nachvollziehbare Argumente für beide Varianten.

Eine Entscheidung mit langer Vorgeschichte

Die Zukunft der Sporthalle in Schale beschäftigt Politik und Verwaltung schon seit Jahren. Bereits im Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept wurde auf die eingeschränkten Möglichkeiten des Hallensports in Schale hingewiesen. Auch die angespannte Hallensituation in Hopsten, insbesondere in den Wintermonaten, wurde dort thematisiert.
Im Haushaltsentwurf 2025 waren zunächst 300.000 Euro für die Sanierung und Erweiterung der Gymnastikhalle vorgesehen. Im weiteren politischen Prozess wurde auch ein Neubau als Alternative in die Betrachtung aufgenommen. Im Haushalt 2026 standen schließlich beide Varianten ausdrücklich nebeneinander.
Der jetzigen Entscheidung ist also ein längerer Prozess vorausgegangen, in dem unterschiedliche Lösungen betrachtet, diskutiert und abgewogen wurden.

Was stand zur Entscheidung?

Für rund 800.000 Euro sollte die bestehende Gymnastikhalle aus dem Jahr 1963 saniert und erweitert werden. Bestandteil dieser Variante waren außerdem der Abriss und Neubau des Toilettengebäudes.

Dem gegenüber stand der Neubau einer Einfachsporthalle gegenüber der Grundschule für rund zwei Millionen Euro abzüglich möglicher Fördermittel.

Die reine Gegenüberstellung „800.000 Euro oder zwei Millionen Euro“ greift aus unserer Sicht allerdings zu kurz. Entscheidend ist auch: Was erhält die Gemeinde langfristig für das investierte Geld – und wie verlässlich lassen sich die Kosten kalkulieren?
Auch nach der vorgesehenen Erweiterung wären die Nutzungsmöglichkeiten der bestehenden Gymnastikhalle begrenzt geblieben. Verschiedene Ballsportarten wären dort weiterhin nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Hinzu kommt ein grundsätzliches Risiko bei der Sanierung älterer Gebäude: Nicht alle notwendigen Arbeiten lassen sich im Vorfeld erkennen und zuverlässig kalkulieren. Gleichzeitig investiert man weiterhin in eine mehr als 60 Jahre alte Gebäudesubstanz.

Wie sich Kosten bei einer Bestandsmaßnahme entwickeln können, zeigt aktuell das Rathaus. Im Haushalt 2023 wurde die geplante Aufstockung zunächst mit rund 600.000 Euro (Entwurf der Haushaltssatzung 2024) veranschlagt. Im Laufe der weiteren Planung und Umsetzung wurde die Maßnahme erweitert und die Kostenschätzung mehrfach angepasst; inzwischen werden Gesamtkosten von rund 1,57 Millionen Euro genannt. Natürlich lässt sich diese Entwicklung nicht eins zu eins auf die Sporthalle übertragen. Sie zeigt aber, welche finanziellen Unwägbarkeiten bei Arbeiten im Bestand entstehen können.
Je stärker sich die Kosten einer Sanierung erhöhen, desto kleiner wird zwangsläufig auch der finanzielle Abstand zum Neubau. Mit einem entscheidenden Unterschied: Am Ende stünde auf der einen Seite weiterhin eine sanierte Bestandshalle mit eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten – auf der anderen eine neue, vollwertige Einfachsporthalle.
Bei unserer Entscheidung ging es aber nicht nur um die Kosten. Ebenso wichtig war die Frage, welche Sportmöglichkeiten bereits vorhanden sind und welche in Schale bislang fehlen. Für klassische Gymnastikangebote wird mit dem Multifunktionsraum am Sportplatz künftig bereits eine weitere Nutzungsmöglichkeit zur Verfügung stehen. Was dagegen weiterhin fehlt, ist eine Halle, die auch für Sportarten mit entsprechendem Flächenbedarf geeignet ist.
Genau diese Lücke kann eine neue Einfachsporthalle schließen. Gleichzeitig schafft sie zusätzliche Hallenkapazitäten, von denen nicht nur Schale profitiert, sondern die auch zu einer Entlastung der Sporthallen im Ortsteil Hopsten beitragen können.

Eine Gemeinde – drei Ortsteile

Natürlich besteht allein aufgrund der Einwohnerzahl im Ortsteil Hopsten bei vielen Angeboten zunächst der größte zahlenmäßige Bedarf. Würde man kommunale Investitionen jedoch ausschließlich danach ausrichten, müsste man konsequenterweise nahezu alle Angebote im größten Ortsteil konzentrieren.

Das kann aus unserer Sicht nicht der richtige Weg sein.

Hopsten, Schale und Halverde sollen auch langfristig attraktive und lebendige Ortsteile bleiben. Dazu gehört eine angemessene Infrastruktur vor Ort. Gleichzeitig profitieren die Ortsteile voneinander. Zusätzliche Hallenkapazitäten in Schale können beispielsweise auch die Situation in Hopsten verbessern.
Es geht deshalb nicht darum, einem Ortsteil etwas zu geben und einem anderen etwas wegzunehmen, sondern darum, unsere Gemeinde als Ganzes sinnvoll weiterzuentwickeln.

Toiletten und bestehende Halle

Die zuletzt entstandene Gegenüberstellung „Neue Sporthalle oder vernünftige Toiletten?“ wird der tatsächlichen Entscheidung aus unserer Sicht nicht gerecht.
Die vorhandenen Toiletten sind sicherlich nicht neu. Nach unserem Eindruck befinden sie sich aber in einem gepflegten und nutzbaren Zustand. Aktuelle Fotos finden Sie am Ende dieses Beitrags, so das sich jeder selbst einen Eindruck verschaffen kann. Sollte dort zukünftig Sanierungsbedarf entstehen, muss selbstverständlich gehandelt werden. Eine neue Sporthalle und vernünftige Schultoiletten schließen sich nicht gegenseitig aus.
Auch für die bestehende Gymnastikhalle sind verschiedene Folgenutzungen denkbar – etwa durch Vereine, als Lagerfläche oder für andere kommunale Zwecke. Gerade im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes werden beispielsweise Flächen für Material und Ausstattung benötigt. Vielleicht gibt es noch ganz andere Ideen. Hier sollte offen und kreativ geprüft werden, welche Nutzung sinnvoll ist.

Abwägen heißt auch entscheiden

Zwei Millionen Euro bleiben eine erhebliche Investition. Deshalb haben wir intensiv über das Für und Wider diskutiert.
Zu verantwortungsvoller politischer Arbeit gehört für uns aber nicht nur, Argumente sorgfältig abzuwägen. Irgendwann muss auch eine Entscheidung getroffen werden. Gerade schwierige Entscheidungen werden nicht automatisch besser, wenn man sie immer weiter vertagt. Nach einem langen Beratungsprozess war aus unserer Sicht der Zeitpunkt gekommen, Klarheit zu schaffen.

Am Ende hat sich eine Mehrheit von zwölf Ratsmitgliedern für den Neubau ausgesprochen. Eine knappe Entscheidung bedeutet nicht, dass vorher zu wenig diskutiert oder abgewogen wurde. Gerade bei schwierigen politischen Fragen können Menschen dieselben Fakten betrachten, Argumente unterschiedlich gewichten und zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Wir respektieren deshalb ausdrücklich auch die Argumente derjenigen, die sich gegen den Neubau ausgesprochen haben. Bei dieser Entscheidung gab es gute Gründe für beide Positionen.

Diskussion gerne – am besten vorher

Dass die Entscheidung nun intensiv öffentlich diskutiert wird, begrüßen wir grundsätzlich. Etwas schade finden wir allerdings, dass viele Argumente, Anregungen und Bedenken erst nach der Entscheidung in dieser Breite vorgetragen werden.

Wir wünschen uns solche Diskussionen ausdrücklich – möglichst schon während des Entscheidungsprozesses. Möglichkeiten, sich zu informieren, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen, gab es. Je früher unterschiedliche Sichtweisen auf den Tisch kommen, desto besser können sie in die politische Abwägung einfließen.

Natürlich darf und soll auch nach einer Entscheidung weiter diskutiert werden. Gleichzeitig gehört zur Demokratie, dass nach einer angemessenen Beratungszeit Entscheidungen getroffen und anschließend auch umgesetzt werden.

Für uns haben nach langer Abwägung die größeren Nutzungsmöglichkeiten, zusätzliche Hallenkapazitäten und eine attraktive Infrastruktur in allen drei Ortsteilen den Ausschlag gegeben.

Wir haben für den Neubau gestimmt, nicht weil es keine guten Argumente dagegen gibt, sondern weil für uns nach Abwägung aller Argumente die Gründe dafür überwogen haben.

So verstehen wir unsere Aufgabe im Gemeinderat: zuhören, unterschiedliche Meinungen ernst nehmen, abwägen – und am Ende Verantwortung für eine Entscheidung übernehmen.

Bilder der Toilettenanlage an der Grundschule in Schale
Das Gebäude ist äußerlich in einem guten Zustand. Der Boden und die Trennwände sind relativ neu, der Boden ist aber in den Ecken sehr rau, dadurch kommt es zu Schmutzansammlungen. Die Waschbecken und Toiletten sind nicht modern, aber in einem guten Zustand. Die Fenster sind 3-fach verglast.

Antrag zur Optimierung des Marktplatzes

In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Dorfentwicklung und Digitales (WDD) am 28.05. hat die UWG einen Antrag zur Optimierung des Marktplatzes gestellt. Aus Sicht der UWG wirkt der Markplatz trist und „das Wohnzimmer der Gemeinde“ bietet keine ausreichende Aufenthaltsqualität.

Der Marktplatz um den Baum herum soll der Örtlichkeit und der Wichtigkeit des Platzes entsprechend optimiert werden und mit Blühpflanzen und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden.

In der Sitzung haben wir als Diskussionsgrundlage den nachfolgenden KI-generierten Entwurf vorgestellt. Wir werden den Entwurf überarbeiten und spätestens zu den Haushaltsberatungen 2027 einen Antrag mit einem konkreten Gestaltungsvorschlag und einer Kostenschätzung stellen. Ziel ist eine kostengünstige Optimierung, z.B. durch Umsetzung einzelner Optimierungsmaßnahmen durch Vereine im Rahmen der Aktion „Ein Tag fürs Dorf“.

Sie können uns gerne Feedback zu unserem Vorschlag zusenden.

KI-generierter Entwurf zur Optimierung des Marktplatzes
KI-generierter Entwurf zur Optimierung des Marktplatzes

Aktuelle Gestaltung des Marktplatzes
Aktuelle Gestaltung des Marktplatzes

Haushaltsrede 2026

In der Ratssitzung am 25.02. hielt der Fraktionsvorsitzende der UWG Hopsten, Rolf Mause seine erste Haushaltsrede. Schwerpunkte der Haushaltsrede waren u.a.

  • Erwartetes Haushaltsdefizit und steigende Verschuldung
  • Wesentliche Maßnahmen die in 2025 umgesetzt wurden
  • Überschreitung der geplanten Kosten für Maßnahmen aus 2025
  • Fehlendes Konzept für die Unterhaltung der Wirtschaftswege
  • Sanierungsstau bei Brücken und fehlendes Brückenkataster
  • Ortsentwicklung, Barrierefreie Wege im Ortszentrum, Ortsbild
  • Wohnbaugrundstücke
  • Weitere Entwicklung der Windkraft
  • Auflösung der Coronarückstellungen
  • Zustimmung zum Haushalt und Stellenplan 2026

Die vollständige Haushaltsrede finden Sie über den Link Haushaltsrede 2026 des UWG Fraktionsvorsitzenden Rolf Mause

Rolf Mause wird UWG Fraktionsvorsitzender

Die UWG-Fraktion hat in ihrer konstituierenden Sitzung die Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Neben der Besetzung der Ausschüsse standen ein Rückblick auf die Kommunalwahl und ein Ausblick auf die kommenden fünf Jahre auf der Tagesordnung.

Die UWG-Fraktion hat sich im Vorfeld der ersten Ratssitzung getroffen um die Besetzung der Ausschüsse für die kommende Legislaturperiode festzulegen. In der Sitzung wurde Rolf Mause als neuer Fraktionsvorsitzender gewählt, er tritt die Nachfolge von Albert Üffing an, der dieses Amt 10 Jahre innehatte.

Albert Üffing tauscht die Rolle mit Rolf Mause und übernimmt den Posten des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.

Beim Rückblick auf die Kommunalwahl gab es nur zufriedene Gesichter. Das Wahlergebnis hat die Erwartungen der UWG übertroffen, die UWG bedankt sich bei allen Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen. Rückblickend war man sich einig auf die richtigen Themen und das richtige Team gesetzt zu haben und der überwiegend digital geführte Wahlkampf eine gute Entscheidung war.

Durch die neuen Mehrheitsverhältnisse im Rat ergeben sich nun neue Gestaltungsmöglichkeiten, die die UWG nutzen will. Man ist sich bewusst das dem guten Wahlergebnis auch Taten folgen müssen.

Aufgrund der neuen Mehrheitsverhältnisse und der Listenverbindung mit SPD, FDP und den Grünen stellt die UWG nun auch den Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschusses, diese Funktion übernimmt ebenfalls Rolf Mause. Den Vorsitz des Rechnungsprüfungsausschuss übernimmt Werner Konermann.

Die UWG hat die Ausschüsse der Gemeinde wie folgt besetzt:

  • Haupt- und Finanzausschuss: Rolf Mause, Albert Üffing, Werner Konermann
  • Bau-, Planungs- und Wegebauausschuss: Rolf Mause, Albert Üffing, Jörg Mause
  • Ausschuss für Schule, Jugend, Kultur und Sport: Patrick Focks, Werner Konermann, Kerstin Werremeier
  • Ausschuss für Ordnung und Soziales: Patrick Focks, Karin Schuckmann, Michael Johannemann
  • Ausschuss für Wirtschaft, Dorfentwicklung und Digitalisierung: Werner Konermann, Karin Schuckmann, Ursula Kutscheidt
  • Rechnungsprüfungsausschuss: Werner Konermann, Rolf Mause, Karin Schuckmann
  • Wahlprüfungsausschuss: Werner Konermann, Karin Schuckmann, Rolf Mause

Danke für das überragende Wahlergebnis!

Die UWG bedankt sich bei allen Wählern für das überragende und auch überraschende Wahlergebnis.
Dank eurer Stimmen sind wir nun die zweitstärkste Kraft im Gemeinderat und können Politik vor Ort gestalten, da die CDU die absolute Mehrheit verloren hat.
Gestern haben wir das Wahlergebnis noch ein wenig gefeiert, ab morgen beginnt die Arbeit mit der ersten Fraktionssitzung nach der Kommunalwahl.
Ebenfalls gratulieren wir Ludger Kleine-Harmeyer zu seiner Wiederwahl und wünschen uns eine gute Zusammenarbeit für die nächsten 5 Jahre.

Ortsbild der Gemeinde aufwerten

Ein wesentlicher Punkt in unserem Wahlprogramm ist die Aufwertung des Ortsbildes. In Hopsten gibt es keine einladende Verweilzonen, zu viele Leerstände und ungepflegt wirkende Grünanlagen. Einige Beispiele zeigt das folgende Video:

Wer ist Frank Stegemann?

Sie können den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von UWG, SPD, FDP und Bündnis90 / Die Grünen bei Bratwurst und Bier kennenlernen. Die ersten beiden Treffen in Halverde (02.07.) und Hopsten (09.07) sind bereits vorüber, aber am 16.07. gibt es einen weiteren Termin an der Evers’schen Mühle in Schale.
Das nachfolgende Video zeigt einige Impressionen vom Kennenlerntermin in Hopsten am 09.07.