Verkehrskonzept

Ortsumgehung von der Schapener Str. bis zur Halverder Str.:

Aus Sicht der UWG kann der Bau der K37n von der Schapener Straße zur Schaler Straße nur der erste Schritt für eine echte Entlastung des Ortskerns sein. Um den Schwerlastverkehr aus dem Ortskern zu verbannen und von den Schulwegen fernzuhalten ist eine Weiterführung von der Schaler Straße zur Halverder Straße zwingend erforderlich. Leider gibt es in den letzten 5 Jahren keinen erkennbaren Fortschritt beim Bau der K37n. Der Bürgermeister verhandelt seit fünf Jahren, bislang ohne Ergebnis. Aus Sicht der UWG muss ein zeitnaher Endtermin für die Verhandlungen beschlossen werden. Sollte bis dahin kein Ergebnis erzielt werden können muss über Alternativen nachgedacht werden. Leider gibt es bislang auch noch keinerlei Planungen für eine Weiterführung der Umgehungsstraße bis zur Halverder Straße. Hier ist dringend ein Einstieg in die Planung erforderlich.
Eine weitere Entlastung des Ortskerns könnte sich durch den Ausbau der Kreisstraße K5 (Stadener Straße) ergeben, die die Halverder Straße (L593) mit der Recker Straße (L599) verbindet. Hier ist die Verwaltung aufgefordert mit dem Kreis Steinfurt in Verbindung zu treten. Der Ausbau der Straße würde auch die Zeit für die Anfahrt des RTW von Hopsten nach Recke deutlich verkürzen.

Barrierefreie Wege im Ortskern

Leider wurde es in den letzten Jahren versäumt größere Fortschritte beim Bau eines barrierefreien Rundweges im Ortskern Hopsten zu erreichen. Es gibt nur punktuelle Verbesserungen im Bereich des Marktplatzes und am Sportplatz, insgesamt bleibt Hopsten in Bezug auf Barrierefreiheit ein „Flickenteppich“. Wir werden uns weiterhin für einen barrierefreien Rundweg im Ortszentrum einsetzen und dieses Thema wieder auf die Tagesordnung setzen.

Mehr Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer

Wie die beiden Fahrraddemonstrationen im Frühjahr 2025 gezeigt haben gibt es insbesondere im Ortskern von Hopsten viele Gefahrenstellen für schwächere Verkehrsteilnehmer. Beispielhaft seihen hier der Zebrastreifen und die Fußgängerampel sowie die Engstelle bei Budde an der Ibbenbürener Straße genannt. Durch einfache Maßnahmen wie eine geschwindigkeitsabhängige Ampel oder längere Rotzeiten könnten hier deutliche Verbesserungen erreicht werden. Leider bringen die durchgeführten Verkehrsschauen bislang keinen Fortschritt. Die UWG wird sich daher dafür einsetzen das neben der Verwaltung und dem Straßenbaulastträger auch Mitglieder des Rates und betroffene Anlieger an den Verkehrsschauen teilnehmen können. Mit dem „Gesetz zur Einführung des Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen sowie zur Änderung des Straßen- und Wegegesetzes“ vom 9. November 2021 ist der politische Wille verbunden, das Fahrrad als gleichrangiges Verkehrsmittel neben allen anderen zu positionieren.
Leider wird dieser politische Wille in Hopsten nicht konsequent verfolgt. Zu oft werden Entscheidungen getroffen die ausschließlich dem motorisierten Verkehr dienen. Mögliche Maßnahmen wie die Einrichtung von Fahrradschutzstreifen oder die Ausweisung von Wirtschaftswegen als Radwege wurden nicht genutzt (siehe https://www.umwelt.nrw.de/themen/verkehr/nahmobilitaet/radverkehr).
Eine generelle Verbesserung der Situation im Ortskern von Hopsten lässt sich aus Sicht der UWG nur erreichen indem der Ortskern durch Umgehungsstraßen entlastet wird.

Auch in den Ortsteilen Schale und Halverde gibt es Verbesserungspotentiale wie z.B. eine fehlende Querungshilfe an der Voltlager Straße in Höhe der Siedlung „Großen Esch“.

ÖPNV

Durch die neue Buslinie R12 von Recke über Hopsten nach Rheine hat sich das ÖPNV Angebot deutlich verbessert. Die Attraktivität des ÖPNV könnte noch deutlich gesteigert werden, wenn die Haltestellen überdacht und beleuchtet wären, leider werden die ÖPNV Nutzer viel zu oft im „Regen stehen lassen“. Wichtig ist auch ein bessere Anbindung der Ortsteile Schale und Hopsten an die Buslinien nach Rheine und Ibbenbüren. Der Takt der Taxibusverbindungen sollte an den Fahrplan der Linien R12 und R127 angepasst werden. Wichtig wären auch einige Verbindungen am Sonntag, aktuell gibt es dann keinen ÖPNV in den Ortsteilen. Eine Verbesserung könnte die Einrichtung eines Bürgerbusses oder das Aufstellen von Mitfahrerbänken bieten. Ggf. wäre auch ein von Ehrenamtlichen gefahrener Sponsorenbulli eine Idee die Ortsteile, und vor allem deren ältere Einwohner, besser anzubinden. Hier sind neue, kostengünstige Ideen gefragt.

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